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Einschaltverzögerung
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elektronik basteln

(Monitor)-Einschaltverzögerung

Bei den meisten Computern ist der Netzanschluss des Monitors mit dem des Computers verbunden, damit sich beides gleichzeitig über einen Schalter einschalten lässt. Bei einer schwachen Haushaltssicherung kann diese, beim einschalten der beiden Geräte, auslösen und der User sitzt im "dunkeln".
Um das zu verhindern verzögert die hier gezeigte Schaltung das einschalten des Monitors oder eines beliebigen anderen Verbrauchers um wenige Sekunden, wodurch ein hoher Einschaltstrom vermieden wird.
 
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Achtung:
Alle Bauteile führen Netzspannung und die Schaltung sollte daher nur von erfahrenen Bastlern aufgebaut werden.
Die Schaltung ist in ein isoliertes Gehäuse einzubauen und die gängigen VDE-Vorschriften sind zu beachten.
Ansonsten besteht (LEBENSGEFAHR)!


Monitor-Einschaltverz.

Beschreibung:
 

Diese Schaltung wird wird einfach in die Zuleitung des Verbrauchers geschleift und sorgt für ein wenige Sekunden verzögertes Einschalten. Es können auch mehrere Schaltungen hintereinander geschaltet werden so das sich ein Gerät nach dem anderen Einschaltet bis alle laufen. Das sieht dann auch "futuristisch" aus wenn beim Einschalten eines Hauptschalters nach und nach alles angeht.
 
 
 
Schwierigkeitsgrad: Für Profis, da (Netzspannung)
Funktion: Einschaltverzögerung für 230Volt Verbraucher
Eingang: Netzspannung für den Verbraucher
Ausgang: Netzspannung zum Verbraucher
Größe: Platine 49x49mm
Betriebsspannung: 220-230V (über die Spannungsversorgung des Verbrauchers)

Zusatz-Info:
Über R1 und C1, C2 fließt ein Strom von etwa 40 mA, die Z-Diode begrenzt die Spannung auf 15 Volt.
D2 richtet die ganze Sache noch gleich und der C3 puffert den Rest.
Über R3 wird der C4 aufgeladen,  der bei einer genügend hohen Spannung T1 durchsteuert, der wiederum das Relais ansteuert.
Damit ist der Verbraucher am Netz.
Die D3 und R2 entladen die Elkos im ausgeschalteten Zustand und D4 ist die übliche Freilauf-Diode die den Transistor vor Überspannung schützt, die beim umschalten am Relais entstehen kann.

Schaltplan/Nachbau:
 
 

T1 1x   Transistor BC547C
D1 1x Z-Diode 15V / 1W
D2-4 3x Diode 1N4007
C1 1x Kondensator  220n/>250V
C2 1x  Kondensator 330n/>250V
C3,4  2x  Elko 470µF/16V
R1 1x Widerstand 470R/1W
R2 1x Widerstand 150K/0,5W
R3 1x Widerstand 3K3
Rel1  1x Relais 12 Volt ca.600R
K1 2x Klemme 2 Pol.
 Bauteile und Platinen gibts bei mir im Onlineshop

Beim Nachbau dürfte es keine großen Probleme geben. Die Kondensatoren C1 und C2 sollten eine hohe Spannungsfestigkeit besitzen. Möglichst 400Volt oder mehr, um auf Dauer an der Netzspannung zu überleben. Ich habe die Leiterbahn extra so ausgeführt das auch kleinere Bauformen der Kondensatoren einzubauen sind wenn man an anderer Stelle die Löcher bohrt.
Ihr solltet zudem eine Feinsicherung vorsehen, wenn mal ein Kondensator durchbrennt fackelt so nicht ganz soviel ab.
Klemme 1 = Phase
Klemme 2 = Geschaltete Phase (Verbraucher)
Klemme 3 = Blindklemme z.B. um den Schutzleiter durchzuschleifen.
Klemme 4 = Nullleiter

Für fortgeschrittene:

 

INFOKASTEN
Kondensatornetzteil:
Die Umwandlung der Netzspannung in 15 Volt Kleinspannung, passiert hier mit den beiden Kondensatoren C1 und C2. Wenn man weiss wie Kondensatoren funktionieren dann weiss man auch das sie für Gleichstrom undurchlässig sind, aber bei jedem Spannungswechsel Energie passieren lassen. Vereinfacht ausgedrückt, lassen die Kondensatoren 100x in der Sekunde die Kondensator-Kapazität passieren. (100x  daher, weil unser Stromnetz mit 50 Hz die richtung wechselt und bei jedem Hz eine positive wie negative Flanke besteht und durchgelassen wird.)
Nun kann man ausrechnen wieviel Energie (Strom) das ausmacht. Je höher die Frequenz oder je höher der Kondensator-Wert (Kapazität) desto höher natürlich auch die Strommenge.
Bei unseren beiden paralell geschalteten Kondensatoren kommen wir auf einen Konstantstrom von ca. 40mA. Wird dieser Strom nicht verwendet, steigt die Spannung allerdings wieder auf Netzspannungs-Niveau. Daher müssen wir die Überschüssige Energie in der Z-Diode verbraten, was natürlich nicht sehr energieeffizient ist, aber bei  einer so kleinen Energiemenge wohl noch zu vertreten ist. Die Z-Diode schliesst alle Spannungen über 15 Volt nach Masse kurz.
R1 begrenzt die Stromspitzen ein wenig und R2 entlädt die Kondensatoren C1 und C2 bei Spannungsloser Schaltung, damit man nicht nach Stunden noch Netzspannung in den selben vorfindet, das könnte beim Basteln unangenehm werden.
Wo wir nun die schönen 15 Volt haben lässt die Diode D2 nur die positiven 15-Volt Impulse durch und die negativen werden von der Z-Diode sowieso nach Masse durchgelassen. Der Kondensator C3 Puffert dann die "zerhackte" Gleichspannung und sorgt für eine gewisse "Konstantheit", denn ohne ihn hätten wir ja nur 50 positive Spannungsimpulse pro Sekunde.
Obwohl wir hier von 15 Volt reden hat die gesammte Schaltung dennoch Netzspannungspotential und es ist lebensgefährlich im Betrieb an die Bauteile zu fassen!!!

ZIP-File mit allen benötigten Plänen zum Nachbau
Mit rechter Maustaste anklicken und
"speichern unter" auswählen.

Enthält auch Ätzpläne mit Bestückungs-Anleitung....

Wenn Sie die Platine nicht selber ätzen können oder wollen, (siehe "Nachbau") können Sie die Platine und teilweise auch die ganzen Bauteil-Sätze  unter Service bei mir bestellen....

News:

15.08.10

Ich habe es tatsächlich geschafft endlich ein neues Layout zu erstellen. Jetzt passen auch die Kondensatoren und Relais schön auf die Platine und die Leiterbahnen sind nicht so spindeldürr. Zudem ist das ganze kompakter und hat schöne Schraubklemmen zur Befestigung.

 
 
 

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